Digitale Sichtbarkeit für Yogalehrer

und warum diese so wichtig ist

von Michaela Krauss

Im Lauf des letzten Jahres hat die Digitalisierung einen unglaublichen Sprung gemacht. Von heute auf morgen haben wir uns im Home Office, auf Videokonferenzen oder in Online Yogastunden wiedergefunden.
Egal, ob man die Digitalisierung als Fluch oder Segen betrachtet, Fakt ist, dass sie sich nicht aufhalten lässt. Du kannst dich nun weigern, auf den Zug aufzuspringen oder die Chance für dich als Yogalehrer nutzen.

Ich möchte dir heute nicht nur verdeutlichen, wie du die digitale Welt für dich nutzen kannst, sondern dir auch konkrete Tipps für deinen Internetauftritt mit an die Hand geben. Starten wir erst mal mit dem konkreten Nutzen für dich als Yogalehrer/in. Warum ist es sinnvoll und wünschenswert, digital sichtbar zu werden?

Du schafft es dadurch,
-    mehr Menschen auf deine Kurse oder Angebote aufmerksam zu machen,
-    Vertrauen zu Schülern und potentiellen Schülern aufzubauen,
-    dich mit anderen Yogalehrern zu vernetzen und auszutauschen.

Wie kann der Online-Auftritt von Yogalehrern konkret aussehen?

Es gibt sehr viele Plattformen und regelmäßig kommen neue Möglichkeiten, sichtbar zu werden, dazu. Angefangen bei den Klassikern wie Website oder Newsletter, über einen YouTube Kanal oder Podcast, hin zu Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram, LinkedIn und Pinterest. Kaum gewöhnt man sich an die eine Platform, winkt ums Eck schon die Neue, welche gerne genutzt werden möchte. In 2020 und Anfang 2021 waren das beispielsweise TikTok und Clubhouse.

Musst du alle digitalen Möglichkeiten, die der Markt zu bieten hat, für dich nutzen? Ein ganz klares Nein! Alle Kanäle und Plattformen mit guter Qualität zu bespielen ist schlicht unmöglich. Daher rate ich dir, erst mal ein paar Plattformen zu testen und dann zu entscheiden, wo du dich am wohlsten fühlst und wo deine Zeit am besten investiert ist.

Im Rahmen dieses Beitrags möchte ich auf 3 Möglichkeiten der digitalen Sichtbarkeit näher eingehen:

  1. Website
  2. Newsletter
  3. Social Media  

 

1. Website

Deine Website is eine Anlaufstelle für Interessenten und gibt deiner Selbstständigkeit ein professionelles Erscheinungsbild. Hier erfahren potentielle Kunden, wer du bist und was du anbietest. Du kannst auf deiner Website eine Buchungsplattform integrieren, auf der Kunden direkt buchen können oder Tipps & Gedanken in Form von Blogartikeln teilen.

Heutzutage benötigst du für die Erstellung einer einfache Website keine Programmierkenntnisse. Es gibt unzählige kostenlose Anbieter, mit welchen in wenigen Minuten das Grundkonzept steht. Für die Erstellung kannst du beispielsweise Wordpress nutzen oder sogenannte Page-Builder, wie Weebly, Jimdo oder Wix.

2. Newsletter

Sind Newsletter nicht veraltet und langweilig? Auf keinen Fall. Aktive Newsletterabonnenten sind Gold wert, da hier die Kaufkraft am stärksten ist. Davon abgesehen, bist du im Besitz der Kontaktdaten und somit unabhängig von einer bestimmten Plattform.

Du kannst deinen Newsletter nutzen, um:
-    deine Angebote zu vermarkten,  
-    Neuigkeiten mit deiner Community zu teilen,  
-    Vertrauen aufzubauen und ein Gefühl der Exklusivität zu schaffen.

3. Social Media

 

Social Media ist ein unglaublich starkes Tool, um Vertrauen aufzubauen, als Experte wahrgenommen zu werden und neue Kunden zu gewinnen.

 

In diesem Zusammenhang möchte ich besonders auf Facebook & Instagram näher eingehen. Instagram wurde 2012 von Facebook erworben, jedoch unterscheiden sich beide Plattformen stark voneinander. Ich selber nutze beide Kanäle und bin vor allem auf Instagram sehr aktiv. Dadurch konnte ich nicht nur neue Kunden gewinnen, sondern habe auch andere Selbstständige kennengelernt, mit denen ich mich regelmäßig austausche. Die wichtigsten Unterschiede habe ich dir in Stichpunkten aufgelistet:

 

Du kannst Facebook nutzen, um:

  • Veranstaltungen zu erstellen und so beispielsweise einen Workshop zu vermarkten,
  • offene und geschlossenen Gruppen zu erstellen, in welchen sich zu einem bestimmten Thema ausgetauscht wird,
  • durch Werbeanzeigen neue Kunden zu gewinnen und so deine Kurse oder Retreats zu füllen.


Du kannst Instagram nutzen, um:

  • eine aktive Community aufzubauen,
  • Vertrauen zu schaffen,
  • ein Portfolio mit deinem Expertenstatus zu erstellen,
  • ein Netzwerk aufzubauen,
  • dich inspirieren zu lassen,
  • Kooperationen mit Unternehmen zu gewinnen und dadurch zusätzliche Einnahmen zu erzielen,
  • durch Werbeanzeigen auf deine Angebote aufmerksam zu machen.

 

 

Vorurteile gegen eine digitale Präsenz

Wie du siehst, gibt es viele Punkte, die für den Aufbau einer digitalen Präsenz sprechen. Warum wird diese Möglichkeit dennoch von vielen Yogalehrern nicht genutzt? Leider hindern Vorurteile, Missverständnisse oder negative Glaubenssätze viele Yogalehrer daran, aktiv zu werden. Drei davon möchte ich daher gerne auflösen.

„Ich will mich nicht selbst vermarkten.“
Versuche die digitalen Medien als Kommunikationskanal zwischen dir, deinen Schülern und potentiellen Kunden zu sehen. Eine einfache Website mit deinen Kontaktdaten und deinem Kursangebot sowie ein Newsletter, um mit deinen Schülern verbunden zu bleiben, sind ein super Anfang.

„Es ist zu spät, um jetzt noch damit zu starten.“
Wirklich jeder hat mal bei Null angefangen. Wenn du heute startest, wo könntest du dann in 1, 2 oder 3 Jahren sein?

„Ich habe weder Grafik- noch Technikkenntnisse und kein Budget für externe Unterstützung.“
Die benötigst du auch nicht. Ich habe mit € 0,- Budget und ohne großes technisches Know-How gestartet. Zu Beginn habe ich ausschließlich kostenlose Tools verwendet und meine Fotos mit meinem Smartphone gemacht. Mit der Zeit kannst du etwas mehr investieren. Beispielsweise, um alle Funktionen eines Programms zu nutzen oder die Qualität deiner Fotos zu verbessern.


Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Beitrag Lust darauf machen, digital sichtbar zu werden und die Chance für dich als Yogalehrer/in zu erkennen. Sehr gerne können wir uns auch digital vernetzen. :)


Namasté

Deine Michi


Hinweis: Ein Kompaktseminar mit Michaela zu diesem Thema befindet sich derzeit (Juni 2021) in Vorbereitung - Aktuelles findest du demnächst HIER.

 

Autorin

Michaela Krauss

https://yogadate.online

info@yogadate.online

 

"Ich habe in Innsbruck einen Master in Tourismus & Marketing gemacht, währenddessen im Eventmanagement und anschließend an der Hochschule selbst gearbeitet (Marketing/Projektmanagement). Vor der Yogaausbildung habe ich eine Ausbildung zur Mentaltrainerin absolviert und seit 2016 regelmäßig selbst Yogastunden besucht. Um das gelernte gleich weiterzugeben, habe ich bereits einen Monat nach Ausbildungsstart Yogastunden gegeben. Mein Wunsch, Yoga zu unterrichten war so groß, dass ich im Mai 2020 meinen Job gekündigt habe und nun komplett selbstständig bin. In dieser Zeit (seit April 2020) habe ich mir einen erfolgreichen Onlineauftritt aufgebaut und gemerkt, wie wichtig ein solcher ist.
Ich werde öfters von anderen Yogalehrer/innen darauf angesprochen, wie ich es geschafft habe, mir in so einer kurzen Zeit Reichweite aufzubauen, welche Tools ich verwende, woher ich meine Ideen habe usw. Auf Grund der Nachfrage ist bei mir der Wunsch entstanden, einen Kurs für Yogalehrer/innen anzubieten, in welchem ich mein Wissen weitergeben kann."