Die Techniken des Yoga

Im Westen wird der Begriff Yoga oft mit den Körperübungen des Hatha-Yoga gleichgesetzt, was dem integralen Charakter dieser Wissenschaft vom Leben jedoch nicht gerecht wird. Die Körperübungen sind nur ein Teil des Yoga, so wie unser Körper nur einen Teil unseres Menschseins ausmacht. Yoga verbindet in genialer Weise alle Bereiche zu einem Ganzen - und umfasst für alle Bereiche hochwirksame Übungstechniken, die erst gemeinsam und kombiniert angewendet die volle Kraft des Yoga entfalten.


Die Techniken des Yoga beruhen auf einer detaillierten und umfassenden Kenntnis der physiologischen, energetischen, psychologischen, mentalen und anthroposophischen Verhältnisse des Menschen, seines Geistes und seiner Welt. Dieses Wissen, das in vielen Bereichen unsere heutige, „offizielle“ natur- und geisteswissenschaftliche Erkenntnis übersteigt, führte zu der Entwicklung einer Anzahl von physischen, energetischen und geistigen Techniken, die alle Ebenen des Menschen reinigen und entwickeln. Im System des integralen Yoga sind diese Techniken aufeinander abgestimmt, an den Übenden angepasst und ergänzen einander in vollkommenster Weise.

 

Die Haupt-Techniken des Yoga

  • Meditation ist die wichtigste Technik des Yoga: Der Geist wird durch die Übung der Konzentration und Achtsamkeit zu tiefer Stille, Klarheit und Reinheit geführt;
  • Die Asanas sind Körperübungen von unübertroffener Wirksamkeit auf den physischen, aber auch auf den feinstofflichen Körper
  • die Pranayamas sind Atemübungen, die sowohl energie-erhöhend als auch harmonisierend und beruhigend wirken;
  • Mudras und Bandhas sind fortgeschrittene Hatha-Yoga-Techniken, die Energiemuster des Astralkörpers gezielt verändern;
  • Entspannungsübungen verbessern unsere Fähigkeit, loszulassen und lösen allmählich auch tiefer liegende  körperliche und geistige Verspannungen auf;
  • Reinigungstechniken sind Hatha-Yoga-Techniken, die den physischen Körper von innen her reinigen und damit auch energetische Disharmonien auflösen;
  • Ernährungsregeln helfen, die geistige, energetische und physische Reinigung der anderen Techniken zu unterstützen;
  • Mantra-Rezitation wirkt sowohl durch die Energie des Klanges als auch als Konzentrationsübung reinigend auf tieferliegende Schichten unseres Bewusstseins;
  • Gebet, Gottesdienst und fromme Meditation öffnen das Herz und konzentrieren den Geist auf Gott; das für Unruhe und Spannung verantwortliche Ego rückt in den Hintergrund;
  • Ethische Verhaltensregeln für den Alltag bilden die Grundlage für jeden Yoga-Weg, indem sie den Geist reinigen und ihn auf die Meditation vorbereiten;
  • Das Studium religiöser und philosophischer Schriften richtet den Geist auf das Positive, Göttliche aus;
  • Achtsamkeit und bewusstes Handeln im Alltag kommt einer beständigen Meditation gleich und erzeugen Frieden im Geist;
  • Erkennen und Unterscheiden von Wirklich und Unwirklich lenken den Geist vom Weltlichen auf das Unendliche, Göttliche.

Auszug aus dem Buch "Yoga fürs Leben".