Der Stein und die Kraft

Eines Samstagmorgens spielte ein kleiner Junge in seiner Sandkiste. Während er für seine Spielzeugautos Straßen in der Sandkiste baute, stieß er auf einen großen Stein in der Mitte der Sandkiste.
Er grub rundherum den Sand weg und legte ihn weitgehend frei. Mühsam schob und stieß er den großen Stein an den Rand der Sandkiste. Als er aber dort angelangt war, und versuchte, den Stein über den Rand hinaus zu rollen, erkannte er, dass der Stein für ihn viel zu schwer war.
Trotzdem versuchte er es, mit großer Entschlossenheit, er schob, stieß und zerbrach seine kleine Schaufel im Versuch, diese als Hebel zu benutzen, doch jedesmal, wenn er dachte, dass es jetzt klappen könnte, plumpste der Stein wieder zurück, bis er schließlich enttäuscht in Tränen ausbrach.


Während der ganzen Zeit hatte sein Vater ihn vom Wohnzimmerfenster aus beobachtet. Als aber sein Sohn weinte, ging er schnell hinaus und legte seine Hand liebevoll auf die Schulter des Kindes. Ernst fragte er ihn:
„Sohn, warum hast du nicht alle Kraft eingesetzt, die du verfügbar hattest?“
Erschöpft schluchzte der Kleine auf „Aber das hab ich doch; mehr Kraft habe ich wirklich nicht!“
„Nein, mein Sohn.“ sagte der Vater freundlich. „Du hast nicht alle Stärke eingesetzt, die du verfügbar hattest. Du hast mich nicht gefragt.“ Damit ergriff der Vater den Stein und hob ihn über die Abgrenzung der Sandkiste.


Gibt es Steine in deinem Leben, die aus dem Weg zu räumen zu groß sind für dich? Entdeckst du vielleicht, dass du mit ihnen aus eigener Kraft nicht fertig wirst? Es gibt einen, der immer da ist und dir zusieht, und der dir gerne hilft.

 

 

Aus "Die spirituelle Schatzkiste" von Arjuna Paul Nathschläger


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