Seelen- und Wohlfühlmuskel Psoas

von Mag. Christina Kiehas


Dein Psoas freut sich, wenn du dich und ihn entspannst, tief ins Atmen kommst und die Energie fließen lässt.

 

Seelenmuskel - Stressmuskel - Wohlfühlmuskel

Mit dem Fokus auf deinen Psoas kannst du nicht nur dem trüben Alltag entrinnen, sondern auch deinen Rücken unterstützen und dein Nervensystem ausbalancieren.

 

Der Musculus Psoas major hat so viele Beinamen, dass allein dies schon seine zentrale Rolle für uns verdeutlichen kann. So wird er beispielsweise Stressmuskel, Seelenmuskel und Wohlfühlmuskel genannt.


Als Skelettmuskel verbindet er als einziger im Körper die oberen und unteren Extremitäten. Für deine Hüftbeugung ist er ganz zentral. Solltest du viel sitzen, dann ist für dich der Zeitpunkt gekommen, dich um deinen Psoas zu kümmern. Neben der Hüftbeugung ist der Psoas gemeinsam mit dem Beckenboden, der Bauch- und Rückenmuskulatur für die Stabilisierung der Lendenwirbelsäule zuständig, und ist somit zentral für deine Aufrichtung – also raus aus dem Stuhl, der Couch, und rein ins Bewegungsvergnügen, denn das mag dein Psoas.

 

Ist der Psoas verspannt, dann ist er auch schwach

Was auch noch ein interessantes Faktum ist: Ist der Psoas verspannt, dann ist er auch schwach. Jetzt ist es ihm nicht mehr möglich, seine stabilisierende Funktion zu erfüllen. Dies kann er zu massiven Problemen und Schmerzen im unteren Rücken beitragen, ja sogar zu Reflux, denn auch dein Zwerchfell steht mit dem Psoas faszial in Verbindung, und reagiert ebenso mit Verspannung.

 

Zentral ist der Psoas zudem für unsere Resilienz, denn er beeinflusst Nerven- und Energiebahnen. Im umgekehrten Fall ist er einer der Muskeln, die bei der Kampf-Fluchtreaktion anspringen: um die inneren Organe zu schützen oder eben in Aktion zu treten. Insofern solltest du dir ganz bewusst immer wieder Zeit nehmen, mentale Spannungen abzubauen und Stress-Situationen zu verarbeiten.

Übungen für den Psoas

 Ich darf dir jetzt ein paar Anregungen geben, wie du deinem Psoas und somit auch dir etwas Gutes tun kannst:

  • Wenn du viel sitzt, denn steh immer wieder mal dazwischen auf und sorge für Bewegung.
  • Nimm immer zwischendurch ein paar tiefe Atemzüge in den Bauch.
  • Praktiziere bewusst die Zwerchfellatmung.
  • Sorge regelmäßig für bewusste Entspannung.
  • Kräftige und dehne (siehe Bild oben) deinen Psoas regelmäßig, insbesondere Kraft ist das beste Schmerzmittel.
  • Erlaube deinen Gefühlen zu sein, nimm sie an.
  • Nimm dich des 2. Chakras an: Lass es fließen, visualisiere orange Energie in der Beckenregion, tanze, spiele, schwimme und verbinde dich mit dem Wasserelement. Genau das wird deine Lebensfreude nähren.

Die Autorin

Mag. Christina Kiehas - Yoga-Akademie Austria

 

Mag. Christina Kiehas ist Yogalehrerin, Gesundheitsyoga-Expertin und Leiterin der Ayur Yogatherapie Ausbildung in Österreich,  Aus- und Weiterbildungsleiterin an der Yoga-Akademie Austria und zertifizierte Nuad-Praktikerin (Aus- und Weiterbildung in Thailand und Österreich); tätig in Niederösterreich (Großraum St. Pölten) und Wien.

www.yogena.at

 

„Yoga ist mein Lebensweg, Patanjali ist mein Lehrmeister, Meditation ist mein Ort der Ruhe, Anatomie ist mein Lernfeld, ferne Länder sind meine Passion, Musik ist mein Tanzfeld, Natur mein Kraftraum.“

 



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